1995 Nozawa Onsen/Japan

21. - 28. Jänner 1995, 2000 Teilnehmer, 35 Nationen

Wieder im asiatischen Raum. Zum zweiten Mal Interski in Japan. Der Kurort Nozawa Onsen im Nordwesten der Hauptinsel. Und wiederum machte das Gastgeberland ungeheure Anstrengungen, den Kongress durchzuführen. Eine Rolltreppe ersetzte den ein wenig altersschwachen Sessellift aus dem Ort zum Demonstrationshang. Skischulcenter und Restaurants wurden arena-artig neugebaut. Eine Kongresshalle errichtet. Der ganze Ort auf das Ereignis wochenlang eingestimmt. Hunderte Einwohner vor der Veranstaltung in die Partnerstadt St. Anton gebracht, um das erste Mal Europäer kennenzulernen.

Die Skiindustrie wurden als Sponsoren gewonnen und zum ersten Mal eine Produktmesse mit Verkauf unmittelbar an die Skiarena errichtet. Japaner wollen die Skianzüge der Nationen tragen. Noch.

Hoppichler wollte die Vorführungen verändern. Er sprach vom Zusammenwirken von Workshop und Show. Die Workshops wurden zögernd angenommen und es gab sehr viele Teilnehmer aus Japan. Die vom Präsidenten gewünschte Show wurde oft missverstanden: "Show" im Sinne Hoppichlers sollte perfektes Formationsfahren sein. Show im Sinne vieler Länder war Hockey auf Ski und Stelzenskilauf.

Die Meinungen waren geteilt. Vorträge wurden zu unterschiedlichsten Themen gehalten und zunehmend geringer besucht. Der Verband Skilauf an Schulen versuchte eine Verbindung vom Sportunterricht in der Halle zum Skilauf zu zeigen. Wenige verirrten sich zu diesen Workshops. Das Snowboard spielte nur in den Vorführungen eine Rolle.

Der bereits schwer herzkranke Franz Hoppichler musste sein Amt zu Verfügung stellen und der Kanadier Norman Crerar setzte sich – vielleicht unerwartet und mit skandinavischen Stimmen - bei der Wahl gegen Hubert Fink aus Italien durch.

Norwegen gewann bei der Wahl zum nächsten Kongressland gegen Australien, Frankreich und die Schweiz.

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