1979 Zao/Japan

28. Jänner - 4. Feber 1979, 640 Teilnehmer, 23 Nationen

Interski in Japan war für jeden und in jeder Beziehung eine reiche Erfahrung. Noch nie zuvor waren für einen Interski-Kongress so umfangreiche Investitionen gemacht worden wie in Zao. Ein neues Kongresshaus, drei neue Sprungschanzen und ein durch große Erdbewegungen hergerichteter Demonstrationshang erwarteten die Kongressteilnehmer.

Die Kongressbeiträge aller Nationen ließen erkennen, dass es keine doktrinär anmutenden Lehrsysteme und keine exzentrische Auslegungen der Skitechnik mehr gab. Karl Gamma: Das Thema der USA lautete "Drehen - Kanten - Druckverteilen".

Horst Abraham fragte: "Glauben Sie nicht, verehrte Kollegen, dass es Zeit ist, den Skiunterricht zu modernisieren?" Gemeint war damit das Umdenken vom Verhaltenslehren zum Erfahrungslernen.“

Hoppichlers Demonstrations-Thema war »Schwingen«. Die Vereinfachung des Lehrweges.

Die große Überraschung: Frankreich demonstrierte perfekte Beinspieltechnik! Die Skitechnik zeigte somit weltweit keine großen Unterschiede, trennte nicht mehr die Nationen - wohl gab es Unterschiede im methodischen Weg.

Karl Gamma: "Kanada, Spanien, Großbritannien, Neuseeland wie auch die USA und Japan waren an der skitechnischen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte eher als Abnehmer der Neuerungen aus den Alpenländern beteiligt. Nun aber zeigten diese Länder in ihren Demonstrationen, dass die Sendboten aus den Alpenländern ausgedient hatten."

Die Skiunterrichtswelt war jetzt rundum emanzipiert, und viele gute Anregungen insbesondere didaktischer sowie methodischer Art flössen nun aus allen Skiländern in diesen Kongress-Pool ein. Das Erfreuliche daran war, dass es keine skitechnische Tabus mehr zu geben schien.

Adolf Odermatt (Schweiz) führte den Verband. Nächster Kongress: Wieder einmal nach Italien.

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