Davos/Schweiz

6. bis 12. April 1953, 180 Teilnehmer, 10 Nationen

Starke Beteiligung. Die Schweiz als Gastgeberland demonstrierte vorerst als einzige Nation seine Skischule.

Kruckenhauser: „Im kleinen Kreis waren wir daheim mit der Entwicklung der Beinspieltechnik, damit auch des 'Wedelns' fast fertig (nicht ahnend, wie sehr wir der Zeit voraus waren). In Davos zu demonstrieren hat Österreich „offiziell“ abgelehnt. Nach meinem äußerst offenherzigen Referat zeigte ich meinen Film: 'Fortbildung', der mit 'Wedeln' ausklang. Referat und Film wirkten als 'Bombe'.“

Die Schweizer Skiexperten, im besonderen der Tagungsleiter Christian Rubi aus Wengen diskutierten den Einfluss dieser neue Technik auf die Schweizer Skischule. Rubi arrangierte ein improvisiertes Vergleichsfahren, ein Fahren im aufgeweichten Tiefschnee.

Noch dazu waren die Österreicher uneins: Während Seelos makellos seine weich ineinanderfließenden, leicht anrotierten Temposchwünge fuhr, versuchten sich die beiden anderen Demonstratoren Franz Furtner und Gsellmann in der neuartigen Wedeltechnik, die sie jedoch unter den gegebenen Verhältnissen nicht beherrschten.

Kruckenhauser: „Die Niederlage war ebenso total wie unverdient. Die österreichische Presse bekämpfte uns in 'Fortsetzungen' - die Heimat hielt uns für erledigt.

So bitter und arg das war, so unerschütterlich war unser beider Glaube an den Sieg der Beinspieltechnik - an den Sieg des Wedelns. Gebt mir zwei Jahre Zeit und ein 9-Mann-Team, um mich beim 3. Kongress rechtfertigen zu können".

Auch im Kongress zu finden: das Referat eines gewissen Hannes Marker, Skilehrer in Garmisch Partenkirchen,  zum Thema: Sicherheitsbindungen.

Für die Zukunft des Kongresses wurde ein Beschluss bedeutsam: Bildung einer internationalen Studienkommission für Skiunterricht unter dem Vorsitz des ausgleichenden Franzosen Dr. Pierre Guillot.

 

 

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