Wie alles begann...

1928. Alle Welt fährt "angestemmte" Schwünge und "breit". In diesem Jahr begann mit dem ersten Arlberg-Kandahar-Rennen der Wettkampf in Abfahrt und Slalom. Sieger wurde, wer die Kombination gewann. Um die gleiche Zeit bewehrte Rudolf Lettner seine Ski mit Metallbändern, um Hartschnee besser meistern zu können. In wenigen Jahren änderte die Stahlkante die Skitechnik - sie führte zur geschlossenen Skistellung, zur "schmalen" Spur. Wohl am eigenwilligsten und mit bewundernswerter Zähigkeit trainierte das Naturtalent Toni Seelos das Slalomfahren. Seelos fuhr "Parallel"-Schwünge und war 10 Jahre im Slalom nicht zu schlagen. Seelos wurde Vorbild für alle Wettkämpfer und - weitaus entscheidender - für alle Skilehrer, für alle guten Skifahrer. Ein neues Leitbild entstand. "Nur wer Parallelschwünge mit schmaler Spur fahren kann fährt "schön".

1937. Zum ersten Mal wurde ein Franzose (von Seelos trainiert) Weltmeister. Emile Allais gewann in Chamonix überlegen Abfahrt und Slalom. Im gleichen Jahr auch das Kandahar-Rennen und im Jahr darauf erneut die Weltmeisterschaft. 1947. Die Franzosen siegten und sie verstanden ihre Siege zu nützen. Und bis zur letzten Konsequenz gab es im Unterricht nur einen Weg; ohne Stemmen zum Parallelschwung. In der zu dieser Zeit völlig neuen, zentralen und staatlichen Ausbildung der österreichischen Skilehrer in St. Christoph am Arlberg überlegte Stefan Kruckenhauser , die in aller Welt bewährte Tradition zu verfolgen oder, Schritt für Schritt, von der Rotation weg zu kommen. Kruckenhauser: "Als Weg, alle offenen Fragen lösen zu können und die von den anderen beschrittenen Wege kennenzulernen, erwies sich eine Einladung. Der erste Kongress für Skiunterricht".

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