INTERSKI Kongress 2007

29.1.2007 - Tag 4

Klassische Kongress-Arbeit stand am vierten Tag, dem 29. Januar 2007, an - vormittags die Praxis-Workshops am Hang, präsentiert von den Nationen Argentinien, Dänemark, Großbritannien, Schweden, Korea und Niederlande.

Die skanidinavische Variante
Aufbauend auf die Key-Lecture „Das schwedische Gewinner-Konzept“ stellten die Skandinavier ihre Lernphilosophie auf der Piste vor. Ihr methodischer Ansatz stellte drei Grundmerkmale in den Vordergrund: ganzheitliches Arbeiten, induktives Unterrichten und Coaching. Der Schüler steht mit seinen Interessen und Motivationslagen im Mittelpunkt des Kurses. Die Technik orientiert sich an zwei Elementen: zum einen wird die neutrale Position mit paralleler Skistellung propagiert, bei der die Ski stets auf gleicher Höhe zu führen sind, zum anderen wird der Außenski sehr früh im Kurvenverlauf zum Führungsski, wobei die initiierende Bewegung ganzkörperorientiert ist.

Per Taekwondo zum akkuraten Schwung
Die Koreaner präsentierten mit einer interessanten „Taekwondo-Technik“ einfache Aufgabenstellungen zum Erlernen des Kurvenfahrens. Ihr Schwerpunkt liegt aufgrund der Skigebiets-Charakteristik stets bei kurzen Radien. Steile Hänge und überwiegend eisige Pisten machen dies notwendig.

Österreich: Lehrplan wieder wegweisend
Der neue Lehrplan aus Österreich ist wieder ein Meilenstein in der Geschichte des Skilaufs. Nach den historischen Techniken (zum Beispiel Wedeln) steht nun das Carven als Hauptziel im Mittelpunkte des Lehrwegs. Grundstufe-Fortbildung-Meisterstufe bilden das Grundgerüst der Ausbildung. Die Carving-Technik wird wissenschaftlich über einen rein biomechanischen Ansatz begründet und belegt. Mag. Werner Wörndle und Prof. Dr. Erich Müller referierten dazu.

Schweden: Einheitliche Prüfung
16 weitere Lectures standen an. Schwerpunkt war auch hier das schwedische Gesamtkonzept. Ähnlich der deutschen Organisationsstruktur hat Schweden drei Verbände: den Profiverband (SLAO), den rennsportlichen Spitzenverband (SSF) und die FF als ehrenamtliche Organisation. Der Dachorganisation (The Swedisch Ski Council) ist es gelungen, in allen drei Verbänden eine einheitliche Struktur aufzubauen, so dass die Prüfung gemeinsam absolviert werden kann und von einem zentralen Prüfungsgremium abgenommen wird - Wechsel innerhalb der Verbände sind problemlos möglich. Das seit 1938 unverändert gültige Prüfungskonzept wurde 1998 vollständig reformiert und seitdem permanent angepasst. Dieselbe Struktur hat auch der Bereich Snowboard.

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